Interview A-Booth

A-Booth ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der Beurs van Berlage. Das Unternehmen ist bekannt für hochwertige Standkonzepte, die sowohl dem Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes als auch der Zukunft unseres Planeten gerecht werden. In diesem Interview berichtet Mathys Taekema, Commercial Manager bei A-Booth, wie Kreativität, enge Zusammenarbeit und zirkuläres Denken im Herzen Amsterdams zusammenkommen. Er gibt Einblicke in nachhaltige Entscheidungen, intelligente Logistik und die Bedeutung langfristiger Partnerschaften.

1. A-Booth ist seit Jahren ein fester Partner der Beurs van Berlage. Was macht diese Zusammenarbeit für euch so besonders, sowohl in kreativer als auch in nachhaltiger Hinsicht?

Die Zusammenarbeit ist für uns etwas Besonderes. Wir dürfen in einem denkmalgeschützten Gebäude mit einer starken Amsterdamer Identität entwerfen und bauen. Das erfordert Kreativität und Respekt vor dem Standort. Wir suchen immer nach Lösungen, die zum Charakter der Beurs passen. Gleichzeitig entscheiden wir uns für Materialien, die wiederverwendbar sind. So halten wir die Auswirkungen gering und die Qualität hoch.

2. Ihr entwerft und baut beeindruckende Stände in einem charakteristischen Nationaldenkmal. Wie passt ihr eure Arbeitsweise an einen so einzigartigen Standort an, zum Beispiel im Hinblick auf logistische Herausforderungen?

Die Beurs liegt mitten in der Stadt. Das ist logistisch eine Herausforderung. Deshalb bereiten wir so viel wie möglich in unserer Werkstatt vor. Wir planen genau, wann Materialien angeliefert werden können. Für die Anfahrt in die Stadt verwenden wir einen speziellen, kleineren Lkw, der nach dem Entladen sofort weiterfährt, da es keine Parkmöglichkeiten gibt. Wir verwenden leichte Systeme, die sich leicht be- und entladen lassen. So verläuft der Aufbau schnell und reibungslos.

3. Wie läuft der Kontakt mit dem Team der Messe? Was macht diese Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung so reibungslos? Habt ihr zum Beispiel einen festen Ansprechpartner?

Wir arbeiten mit festen Ansprechpartnern pro Veranstaltung. Das sorgt für kurze Wege. Mittlerweile kennen sich alle gut. Dadurch können wir schnell reagieren und klar abstimmen, was notwendig ist. Während des Auf- und Abbaus stehen wir in ständigem Kontakt miteinander. Das sorgt für Ruhe bei der Durchführung.

4. A-Booth setzt stark auf Nachhaltigkeit. Können Sie uns erzählen, wie sich dies in den Bauprozessen widerspiegelt, beispielsweise in der Verwendung wiederverwendbarer Materialien und zirkulärem Arbeiten?

Wir bauen fast alles mit unserem eigenen modularen System. Rahmen, Theken und Wandelemente verwenden wir immer wieder. Wir produzieren Drucke, die zu 100 % recycelt werden. Was nicht wiederverwendet werden kann, wird separat gesammelt. So halten wir den Restmüll so gering wie möglich.

5. Ihr seid FSC- und PEFC-zertifiziert. Was bedeutet das konkret für Kunden, die einen Stand auf der Messe bauen lassen?

Das bedeutet, dass das von uns verwendete Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Kunden können so zeigen, dass ihr Stand anerkannten Nachhaltigkeitsstandards entspricht. Das passt zu ihren eigenen Zielen im Bereich der sozialen Unternehmensverantwortung. Darüber hinaus sind wir dem Better Stands-Programm angeschlossen. Dieses fördert die Wiederverwendung bei Veranstaltungen und verhindert temporäre Konstruktionen, die nach einer Messe weggeworfen werden. Kunden zeigen so, dass sie sich bewusst entscheiden und zu weniger Abfall und einer geringeren CO2-Belastung beitragen.

Stände von A-Booth während einer Veranstaltung in der Beurs van Berlage und ein Porträtfoto von Mathys Taekema

6. Können Sie ein aktuelles Projekt in der Beurs van Berlage hervorheben, das für Sie wirklich ein Beispiel für nachhaltiges und kreatives Standdesign ist?

Wir durften kürzlich eine schöne Veranstaltung für Embraer realisieren, bei der fast alles aus unserem bestehenden Sortiment stammte. Durch einige clevere Ergänzungen erhielt die gesamte Veranstaltung ein frisches Aussehen. Der Kunde hatte dadurch eine starke Präsentation auf der Messe. Und wir konnten fast alle Materialien bei einer nächsten Messe wiederverwenden. Das ist für uns ein ideales Ergebnis.

7. Sie geben an, dass verschiedene Maßnahmen, wie Mülltrennung und ein eigener Transportservice, Teil Ihres nachhaltigen Ansatzes sind. Welche Auswirkungen hatten diese Maßnahmen bisher?

Wir benötigen weniger Fahrten zum Standort. Das senkt den CO2-Ausstoß. Durch die getrennte Sammlung von Abfällen bleibt weniger Restmüll übrig. Da wir den Transport selbst übernehmen, behalten wir die Kontrolle über die Planung und wählen die effizientesten Routen. Neben der Mülltrennung und dem eigenen Transportservice tun wir noch viel mehr im Bereich Nachhaltigkeit. Alle Details finden Sie hier.

Wenn jeder diese kleinen Schritte unternimmt, können wir gemeinsam einen großen Unterschied machen.

8. Welche Innovationen oder nachhaltigen Schritte sind für die kommenden Jahre geplant?

Wir erweitern unser Angebot an kreislauffähigen Materialien weiter. Wir entwickeln neue Lösungen für Modularität und eine längere Lebensdauer der von uns verwendeten Materialien. Außerdem möchten wir unseren Kunden mehr Einblick in die positiven nachhaltigen Auswirkungen ihrer Entscheidungen pro Projekt geben. Dies wird auch zunehmend von den Kunden gefordert, für die wir arbeiten.

9. Was bemerkt ihr an der Nachfrage der Kunden? Wird Nachhaltigkeit bei ihren Entscheidungen für Messen oder Kongresse immer wichtiger?

Die Nachfrage wächst schnell. Immer mehr Kunden möchten ihren Stand häufiger nutzen. Sie achten auf Materialarten und Abfallreduzierung. Das Schöne daran ist, dass nachhaltige Entscheidungen oft auch Kosten sparen und die Gestaltungsfreiheit erhöhen.

Teppichböden werden in den Gängen ebenfalls immer häufiger weggelassen. In den Ständen werden noch Teppichböden verwendet, aber das könnte sich in Zukunft auch ändern. Die Entwicklungen schreiten schnell voran und die Akzeptanz von Organisationen und Besuchern passt sich schnell an.

10. Was würden Sie Ausstellern empfehlen, die ihre Messeteilnahme in der Beurs van Berlage so nachhaltig wie möglich gestalten möchten?

Beginnen Sie rechtzeitig und entscheiden Sie sich für den Aufbau der Veranstaltung in einem modularen System, das länger hält und dennoch ausreichend Kreativität bietet. Mieten Sie Material, wo immer dies möglich ist. Beschränken Sie unnötige Komponenten. Wenn jeder diese kleinen Schritte unternimmt, können wir gemeinsam einen großen Unterschied machen.