Im Gespräch mit Operations Manager Nadine Hosford
Willkommen in der Beurs van Berlage! Danke, dass du dir mitten in der geschäftigen Konferenzsaison Zeit nimmst, um mit uns zu sprechen. Wie geht es dir?
Mir geht es wirklich gut! In diesem Herbst organisiere ich viele große und herausfordernde Events zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Ich finde, dass das für mich persönlich der beste Weg ist, die Beurs richtig gut kennenzulernen, denn man lernt unglaublich viel in der intensivsten Zeit des Jahres.
Kannst du kurz erzählen, wer du bist, wo du herkommst und welche Ausbildung du gemacht hast?
Ich komme aus einer Familie in der Gastronomie und bin im Restaurant meiner Eltern in Dalfsen aufgewachsen. Danach habe ich die Hotelfachschule in Leeuwarden besucht. Für mein Praktikum bin ich nach San Francisco gegangen und über Sydney und Singapur bin ich 16 Jahre später wieder in die Niederlande zurückgekehrt.
Was hat dich motiviert, Operations Managerin in der Beurs van Berlage zu werden?
Diese Rolle kam über mein Netzwerk zu mir und passte perfekt zu meinen Ambitionen. Ich habe eine Schwäche für Orte mit einer reichen Geschichte, an denen einzigartige Erlebnisse auf höchstem Niveau entstehen. Genau diese Mischung hat mich sofort angesprochen.
Was ist dein erster Eindruck von der Beurs als Organisation?
Die Beurs ist eine gut geölte Maschine mit einem Team, das dieselbe Ambition teilt. Die Flexibilität und das Engagement fallen sofort auf: Alle arbeiten hart, sind flexibel und unterstützen sich gegenseitig, wo es nötig ist. Das Team strebt in allem nach Exzellenz – von kleinsten Details bis hin zu großen logistischen Abläufen. Und es gibt auch viel Spaß und Zusammenhalt: Man achtet aufeinander und feiert große und kleine Erfolge gemeinsam.
Viele internationale Veranstaltungen finden in der Beurs statt. Hast du viel Erfahrung in einem internationalen Umfeld?
Absolut – ich habe sogar mehr internationale als niederländische Erfahrung. Alle Events, die ich bislang organisiert habe, waren für internationale Auftraggeber. Dass ich fließend Englisch spreche, hat mir dabei sehr geholfen.
Was sind deiner Meinung nach die größten operativen Herausforderungen für einen Veranstaltungsort wie die Beurs? Und welche Arbeitsmethoden oder Prozesse möchtest du gerne einführen?
Der Standort selbst ist eine Herausforderung. Das Zentrum von Amsterdam ist aufgrund logistischer Einschränkungen ein komplexes Umfeld zum Be- und Entladen. Deshalb arbeiten wir eng mit Partnern zusammen, die gut vorbereitet sind, damit der gesamte Prozess reibungslos abläuft.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Nachhaltigkeit. Viele Dekorationen und Materialien werden nur für ein einziges Event genutzt. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit unseren Partnern effizientere und nachhaltigere Arbeitsweisen zu entwickeln. Wie können wir mehr Kreislaufwirtschaft integrieren?
Für eine reibungslose Zusammenarbeit setze ich auf klare Kommunikation, strukturierte Planung mit Flexibilität für Überraschungen und regelmäßige Reflexion.
BuildiEin starkes Team aufzubauen ist ebenfalls wichtig. Welche Kriterien sind dir dabei besonders wichtig? Und welche Eigenschaften suchst du bei deinen Teammitgliedern?
Eine positive Einstellung. Du musst von Natur aus enthusiastisch sein – auch in schwierigen Momenten. Das färbt auf das Team ab. Flexibilität ist ebenfalls entscheidend, denn Events bringen fast immer Last-Minute-Änderungen und kreative Lösungen mit sich.
Lösungsorientiertes Denken ist ebenfalls wichtig. Ich suche Menschen, die Herausforderungen als ein Puzzle sehen. Kreativität und Pragmatismus gehören zusammen. Und schließlich: Es ist völlig okay, wenn du noch nicht alles weißt. Wichtig ist, dass du offen fürs Lernen bist und neugierig bleibst.
Welche Trends im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation verfolgst du besonders?
Ich finde den Trend zur Kreislaufwirtschaft sehr spannend: weg von Wegwerfen, hin zu Wiederverwendung – etwa durch modulares Bühnen- oder Dekormaterial. Auch Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist mir wichtig, etwa durch bessere Planung.
Im Bereich Digitalisierung sehe ich ebenfalls viele Chancen. KI-Tools können kreative Sparringspartner sein, Themen und Ideen entwickeln und die logistische Planung effizienter machen.
Was sind deine Ambitionen für die kommenden Jahre? Und was hoffst du, dass Gäste, Partner und Kolleg*innen über das Operationsteam sagen werden?
Ich möchte diese Rolle im kommenden Jahr wirklich vollständig beherrschen. Ich will verstehen, welche Prozesse funktionieren, welche wir verbessern können und was Events bei uns erfolgreich macht.
Langfristig hoffe ich, dass wir als „best in class“ gelten – kreativ, lösungsorientiert und detailgenau.
Das Ziel ist, dass Gäste die Beurs als besten Veranstaltungsort erleben. Nicht nur wegen des schönen historischen Gebäudes, sondern wegen des Teams.
Und ich hoffe, dass Partner und Kolleg*innen sagen:
‘Es ist großartig, mit dem Operationsteam der Beurs van Berlage zu arbeiten. Sie kommunizieren klar, denken mit, erkennen Herausforderungen früh und wachsen gemeinsam mit uns. Sie erleichtern unsere Arbeit – nicht umgekehrt.’


