Nachhaltigkeit, die auf den Geschmack kommt: Schokolade erwärmt die Beurs van Berlage

Jedes Quartal interviewen wir einen der Botschafter der Beurs van Berlage. Dieses Mal freuten wir uns, mit Dr. Michiel Kolman zu sprechen. Er ist Senior VP und akademischer Botschafter bei Elsevier und hatte verschiedene Verlagsfunktionen in Amsterdam und Tokio inne. Darüber hinaus ist er Co-Vorsitzender von Workplace Pride, einer Organisation, die sich international für die Integration von LGBTIQ+-Personen am Arbeitsplatz einsetzt. Am 14. November 2025 fand in der Beurs van Berlage die Workplace Pride Impact Awards Gala statt. Gemeinsam reflektieren wir über seine Rolle als Botschafter der Beurs van Berlage und den Einfluss, den er mit seinem Engagement für die LGBTIQ+-Gemeinschaft ausübt.

Sie haben eine internationale Karriere, unter anderem bei Elsevier, und engagieren sich seit Jahren für die Inklusion von LGBTIQ+. Wie bringen Sie diese Erfahrung in Ihre Rolle als Botschafter der Beurs van Berlage ein?

Ich habe für die Beurs van Berlage einen Workshop zum Thema Vielfalt und Inklusion organisiert, um der Beurs einen zusätzlichen Impuls im Bereich D&I zu geben. Außerdem habe ich vorgeschlagen, dass die Beurs während der Amsterdam Pride die Regenbogenfahne auf dem Turm wehen lassen könnte. Das wurde sehr gut aufgenommen: Mittlerweile wird während jeder Amsterdam Pride im Juli und August eine spezielle Rainbow-Progress-Fahne mit der Silhouette der Beurs stolz gehisst.

Was bedeutet es für Sie persönlich, Botschafter der Beurs van Berlage zu sein?

Ich bin in Amsterdam geboren und aufgewachsen und ein großer Bewunderer von Berlage. Daher ist es für mich etwas ganz Besonderes, als Botschafter mit diesem ikonischen Gebäude und dieser Organisation in Verbindung zu stehen. Im Laufe der Jahre habe ich beeindruckende Veranstaltungen in der Beurs erlebt, wie zum Beispiel das Requiem von Theresienstadt. Ich kenne die Beurs seit Jahrzehnten und habe gute Erinnerungen an schöne Galas, darunter eine Jubiläumsfeier in den 1990er Jahren mit meinen Kollegen von Elsevier.

Am 14. November 2025 fand die Workplace Pride Impact Awards Gala in der Beurs van Berlage statt. Warum passt gerade dieser Ort Ihrer Meinung nach so gut zu dieser Veranstaltung zum Thema Inklusion und Gleichberechtigung?

Workplace Pride und die Beurs arbeiten seit vielen Jahren gut zusammen. Die internationale Workplace Pride-Konferenz fand in der Beurs statt, und auch unsere jährliche Gala wird dort schon seit langem organisiert. Die Beurs ist aufgrund der Größe der Gala, der guten Unterstützung bei Auftritten und des ausgezeichneten Caterings ein idealer Veranstaltungsort.

Im nächsten Jahr wird die Beurs außerdem Schauplatz einer wichtigen Veranstaltung sein: der World Pride, zu deren Programm Workplace Pride beiträgt. Unsere jährliche internationale Konferenz wird ebenfalls während der World Pride-Woche stattfinden.

Eindrücke von der Workplace Pride Impact Awards Gala 2024

Welche Momente oder Redner haben Sie bei der letzten Ausgabe der Gala am meisten beeindruckt? Und warum?

Bei der Workplace Pride Gala feiern wir die Erfolge der LGBTIQ+-Inklusion am Arbeitsplatz. Meistens sind es die großen Unternehmen, die beim Workplace Pride Benchmark am besten abschneiden und die Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Aber letztes Jahr stachen zwei Dinge besonders hervor: Zum einen wurden auch mehrere Universitäten ausgezeichnet, wobei vor allem die Erasmus-Universität Rotterdam außergewöhnlich gut abschnitt. Außerdem hatten wir einen neuen Programmpunkt: persönliche Geschichten von Mitarbeitern von Workplace Pride-Mitgliedern aus aller Welt darüber, wie es ist, LGBTI+ zu sein, zum Beispiel in Taiwan oder auf den Philippinen. Diese Geschichten, die von Herzen kamen, waren sehr beeindruckend.

Was unterscheidet diese Ausgabe von der letztjährigen? Und was hoffen Sie, dass die Gäste von diesem Abend mitnehmen?

Es ist wohl niemandem entgangen, dass das politische Klima und die gesellschaftliche Meinung in diesem Jahr weniger offen für Vielfalt und Inklusion sind und dass einige Politiker der LGBTIQ+-Gemeinschaft ausdrücklich negativ gegenüberstehen. Gerade deshalb ist es jetzt besonders wichtig, die Erfolge der LGBTIQ+-Inklusion am Arbeitsplatz zu feiern und sich gegenseitig zu inspirieren. Einige Workplace Pride-Mitglieder sind bereits weit voraus, wie beispielsweise die Spitzenreiter im Workplace Pride Benchmark – und das verdient Anerkennung. Andere haben einen großen Sprung nach vorne gemacht. Darüber hinaus gibt es Auszeichnungen für unter anderem den besten Game Changer und den besten Freiwilligen. Die Messe eignet sich außerdem hervorragend für einen großartigen Abend mit Auftritten, gutem Catering und schönen Networking-Möglichkeiten!