Eine berufliche Laufbahn muss nicht immer einem von Anfang an festgelegten Weg folgen. Für Rein Haaij bildeten Neugier, die Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen, und der Wunsch, kontinuierlich dazuzulernen, die Grundlage für jeden weiteren Schritt. In diesem Interview spricht er über die Entscheidungen, die er getroffen hat, darüber, was er auf seinem Weg gelernt hat, und wie er bei der Beurs van Berlage den Freiraum fand, sich stetig weiterzuentwickeln.
Du hast deine Karriere als Biologielehrer begonnen. Warum hast du dich damals für dieses Studium entschieden?
‘Nach einem Jahr Angewandter Psychologie habe ich gemerkt, dass mich vor allem das Coaching und die Begleitung von Menschen angesprochen haben. Es hat mir viel Energie gegeben, anderen dabei zu helfen, das Beste aus sich herauszuholen. Das Studium selbst passte letztlich nicht zu mir, aber diesen menschlichen Aspekt wollte ich unbedingt beibehalten. Deshalb habe ich mich für ein Lehramtsstudium entschieden.’
Wie hast du deine ersten Jahre als Lehrer erlebt?
‘Ich habe sehr gerne vor der Klasse gestanden. Man wird sofort ins kalte Wasser geworfen und lernt unglaublich viel, nicht nur über Biologie und Didaktik, sondern auch über sich selbst. Besonders der Unterricht an einer berufsorientierten weiterführenden Schule hat mir viel Energie gegeben. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten gerne praktisch und sagen offen, was sie denken. Das habe ich viele Jahre mit großer Freude gemacht. Neben meiner Tätigkeit als Lehrer habe ich abends außerdem weiterhin in der Gastronomie gearbeitet.’
Wann hast du gemerkt, dass der Bildungsbereich doch nicht ganz zu dir passte?
‘Nach etwa sechs Jahren habe ich gemerkt, dass nicht das Unterrichten selbst, sondern vor allem die Organisation drumherum viel Energie kostete. Mir fehlte ein starkes Teamgefühl, und ich hatte den Eindruck, dass es wenig Raum für neue Ideen gab. Deshalb beschloss ich, mich nach einer neuen Herausforderung umzusehen.’
Wie bist du zur Beurs van Berlage gekommen?
‘Über meinen Mitbewohner. Er bewarb sich als Assistant Manager bei Bistro Berlage, und ich half ihm bei seiner Bewerbung. Als das Bistro im Sommer zusätzliche Unterstützung brauchte, fragte er mich, ob ich vorübergehend aushelfen könnte. Das habe ich dann gemacht.’
Wie hast du die Beurs van Berlage während deiner ersten Zeit bei Bistro Berlage als Organisation kennengelernt?
‘Es war von Anfang an eine herausfordernde Zeit. Das Bistro war damals noch ein relativ neues Konzept, und die damalige Führungskraft fiel schon bald aus. Dadurch bekamen wir viel Verantwortung und gleichzeitig den Freiraum, eigene Ideen auszuprobieren. Es war eine sehr lehrreiche Zeit, in der wir das Bistro gemeinsam weiterentwickeln konnten.’
Was hat dich an der Beurs van Berlage als Arbeitsplatz angesprochen?
‘Vom ersten Moment an dachte ich: Was für ein besonderes Gebäude, was für tolle Kolleginnen und Kollegen und was für ein stimmiges Gesamtkonzept. Vor allem der hohe Anspruch an Qualität, Gastfreundschaft und Liebe zum Detail hat mich sehr angesprochen. Diese Werte sind wirklich fest in der Kultur der Organisation verankert.’
Wann hast du gemerkt, dass es innerhalb der Organisation Möglichkeiten gab, dich weiterzuentwickeln?
‘Während meiner Zeit im Bistro merkte ich zunehmend, dass es Möglichkeiten gab, Weiterbildungen zu besuchen und eigene Ideen auszuarbeiten. Besonders nach dem Einstieg einer neuen Führungskraft erhielten unsere Ideen und Initiativen innerhalb der Organisation immer mehr Unterstützung. Dadurch hatte ich das Gefühl, mich bei der Beurs van Berlage kontinuierlich weiterentwickeln zu können.’
Wie kam der Wechsel in die Salesabteilung zustande?
‘Nach fünf oder sechs Jahren als Restaurantmitarbeiter hatte ich das Gefühl, dass es Zeit für eine neue Herausforderung war. Die Arbeit im Bistro nahm viel Zeit und Energie in Anspruch. Ein Kollege bekam das mit und sprach mich auf die Position als Sales Executive an. Obwohl dieser Schritt spannend und auch etwas ungewohnt war, kannte ich die Organisation natürlich bereits sehr gut. Deshalb beschloss ich, die Chance zu ergreifen.’
Was hat dich an einer kommerziellen Position angesprochen, obwohl dein beruflicher Hintergrund im Bildungsbereich und in der Gastronomie liegt?
‘Für mich war Sales vor allem eine andere Art, mit Menschen zu arbeiten. Auch in der Gastronomie verkauft man ein Erlebnis und baut Beziehungen auf. Dieser persönliche Kontakt hat mich angesprochen, auch wenn ich mich zunächst an die kommerzielle Seite der Arbeit gewöhnen musste.’
Was ist dir bei einem Arbeitgeber wichtig?
‘Ich arbeite gerne in einer Organisation, in der Menschen zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und sich kontinuierlich weiterentwickeln können. Genau das habe ich bei der Beurs van Berlage gefunden.’
Wie spiegeln sich diese Werte in den Projekten wider, an denen du momentan arbeitest?
‘In meiner derzeitigen Position wird mir viel Vertrauen entgegengebracht, zum Beispiel bei der Entwicklung eines neuen Marktes. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen arbeite ich an einer Strategie und habe gleichzeitig die Freiheit, meinen eigenen Ansatz zu wählen. Das zeigt, wie viel Raum es für Eigeninitiative und Zusammenarbeit gibt.’
Wozu möchtest du in den kommenden Jahren bei der Beurs van Berlage beitragen?
‘Ich bin nach wie vor neugierig und möchte mich kontinuierlich weiterentwickeln. Die Beurs hat ehrgeizige Pläne und wächst weiter. Ich hoffe, gemeinsam mit dem Team dazu beitragen zu können, viele neue Erfahrungen zu sammeln und die Zukunft der Organisation mitzugestalten. Wo ich in fünf Jahren stehen werde, weiß ich noch nicht. Ich finde es aber schön, mit einem offenen Blick in die Zukunft schauen zu können.’




